Gemeinsam heilsam: neue Genossenschaft im Ländle

Gemeinsam heilsam: neue Genossenschaft im Ländle
Dr. Jürgen Kessler (Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter Raiffeisenlandesbank Vorarlberg), Christine Steiner, Martin Steiner (beide Physiotherapie Kreispunkt eGen), Dr. Katharina Metzler (Raiffeisenlandesbank Vorarlberg), Dir. Mag. Gert Fenkart (Leiter Revisionsverband Raiffeisenlandesbank Vorarlberg) (v. l.)

Physiotherapien und Heilmassagen sind gefragt. Eine fachliche Ausbildung genügt heute jedoch nicht, um Patienten diese Dienstleistungen anbieten zu können. Räumlichkeiten, Gerätschaften, Arbeitsmittel und allerlei Weiteres sind notwendig. „Wir machen das gemeinsam“, dachten sich dazu jetzt einige Vorarlberger und gründeten die Physiotherapie Kreispunkt eGen. In der Genossenschaft teilen sich die Mitglieder Arbeit und Kosten. Gewinner sind Therapeuten und Patienten gleichermaßen.

„Physiotherapie Kreispunkt deckt ein neues Feld auf, auf dem das Modell der Genossenschaft Nutzen stiften kann“, freut sich Dr. Jürgen Kessler, Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg über die Neugründung. Auch Martin Steiner, selbst diplomierter Physiotherapeut und Obmann der Genossenschaft, zeigt sich motiviert: „Ich bin schon seit 17 Jahren selbstständig und habe in dieser Zeit immer das Mit.Einander in den Vordergrund gestellt. Durch die Gründung einer Genossenschaft wird dies nun auf rechtlichen Untergrund mit klaren Strukturen gestellt. Nachdem ich mich mit der Gesellschaftsform ‚Genossenschaft‘ beschäftigt habe, war mir schnell klar, dass diese Gesellschaftsform für uns genau das Richtige ist.“ Die Physiotherapie Kreispunkt eGen ist Mitglied im Revisionsverband der RLB Vorarlberg. Dieser hat die Initiatoren von Anfang an begleitet und berät die Genossenschaft auch in Zukunft.

Gesunde Kooperation
Die Dienstleistungen von Physiotherapeuten, Heilmasseuren, des medizinisch-technischen Dienstes und Ärzten sind durch viele Auflagen geregelt: Durchaus zurecht müssen Räumlichkeiten und Geräte strenge Voraussetzungen erfüllen. Die Gründung einer neuen Praxis ist deshalb stets mit hohen finanziellen Ausgaben und großem Risiko verbunden. Immer wieder schreckt dies Therapeuten zurück. Dank der Physiotherapie Kreispunkt eGen werden die Hürden reduziert: Denn Räumlichkeiten werden gemeinsam angeschafft und genutzt. Arbeitsmaterial, Geräte, Praxisreinigung, Terminplanungen, Abläufe und Erstellung von Kostenvoranschlägen – die Möglichkeiten, Ressourcen gemeinsam zu nutzen, sind groß. Die Mitglieder der neuen Genossenschaft nutzen sie.

„Diese Genossenschaft ist ein klassisches Beispiel dafür, wie zusammen mehr erreicht werden kann als alleine“, so Jürgen Kessler. Wenn Friedrich Wilhelm Raiffeisen vor fast 200 Jahren gesagt hat „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“, hat er wohl nicht an Physiotherapie gedacht. Doch die neue Vorarlberger Genossenschaft zeigt, wie aktuell sein Gedanke ist.

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