Veröffentlichung gemäß § 5 Abs 2 Rechnungslegungs-Kontrollgesetz

Die Raiffeisenlandesbank Vorarlberg Waren- und Revisionsverband registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung („Raiffeisenlandesbank Vorarlberg“) ist in den Prüfplan für das Jahr 2014 der Österreichischen Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR) für Prüfungen ohne besonderen Anlass (§ 2 Abs 1 Z 2 RL-KG) einbezogen worden. Die OePR hat im Jahresabschluss der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg zum 31.12.2013 sowie in den Halbjahresabschlüssen zum 30.06.2013 und zum 30.06.2014 Sachverhalte festgestellt, deren Veröffentlichung mit Bescheid der Finanzmarktaufsichtsbehörde vom 24.06.2015 wie folgt vorgeschrieben wurde:

Der Halbjahresfinanzbericht zum 30.06.2013, der Jahresabschluss zum 31.12.2013 sowie der Halbjahresfinanzbericht zum 30.06.2014 der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg sind aus folgenden Gründen fehlerhaft:

1. Ertragsrealisierung

Im Halbjahresabschluss zum 30.06.2013 werden Veräußerungsgewinne in Höhe von 6,1 Mio EUR und Dividendenerträge in Höhe von 5,1 Mio EUR ausgewiesen, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht realisiert waren.

Dies verstößt gegen § 201 Abs. 2 Z 4 lit. a UGB, wonach nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne auszuweisen sind.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) für das am 30.06.2013 endende Halbjahr ist folglich um 11,2 Mio EUR zu hoch ausgewiesen.

2. Bilanzierung von Bewertungseinheiten

Im Jahresabschluss zum 31.12.2013 werden die zur Zinsabsicherung gehaltenen derivativen Finanzinstrumente mit dem abgesicherten Grundgeschäft als Bewertungseinheit bilanziert, obwohl zum 31.12.2013 von einer akuten Ausfallgefährdung in Bezug auf das Grundgeschäft auszugehen war.

Dies verstößt gegen § 201 Abs. 2 Z 3 i.V.m. § 201 Abs. 2, zweiter Satz UGB, wonach Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag grundsätzlich einzeln zu bewerten sind und ein Abweichen von diesem Grundsatz nur bei Vorliegen besonderer Umstände zulässig ist.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) für das am 31.12.2013 endende Geschäftsjahr ist folglich um 7,7 Mio EUR zu hoch ausgewiesen.

Aus denselben Gründen ist auch das EGT im Halbjahresabschluss zum 30.06.2014 zu hoch dargestellt.

Eine Mitteilung, aus der hervorgeht, wo die Veröffentlichung gemäß § 5 Abs 2 RL-KG erfolgt ist, ist im Amtsblatt zur Wiener Zeitung bekannt gemacht worden.