Kommentare

Wilfried Hopfner

Wilfried Hopfner

Vorstandsvorsitzender

Beschleunigung braucht Richtung.
Im Sozialen, in der Wirtschaft, in der Bankenbranche – überall ist Beschleunigung ein wesentliches Merkmal unserer Zeit. Heute scheint es einen Wert darzustellen, der Erste zu sein – ‚wobei‘ ist dabei vermeintlich zweitrangig. Die Beschleunigung in unserer Gesellschaft ist deshalb per se keine schlechte Sache, der Kern des Problems ist vielmehr die Orientierungslosigkeit. Raiffeisen steht dem gegenüber seit jeher für eine nachhaltig positive Entwicklung unseres gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraums. Unsere Zielsetzung ist klar: Es zählt nichts, als Erster irgendwo zu sein. Es bedeutet alles, auf dem richtigen Weg zu sein. Der Beschleunigung, die in der heutigen Zeit alle Vorarlberger und auch uns als Finanzdienstleister und Gestalter der Region prägt, wollen wir in unserer Arbeit eine Richtung geben. Auch im vergangenen Jahr ist uns dies gelungen. Das Umfeld der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg ist seit 2008 einem tiefen Transformationsprozess unterworfen.

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Verändertes Kundenverhalten, moderne Technologien, neue Mitbewerber am Markt, eine ständig wachsende Regulatorik und nicht zuletzt das lang anhaltend niedrige Zinsniveau bestimmen den Wandel. Die Arbeit einer Regionalbank wird damit vor harte Prüfungen gestellt. Um auch in dieser Zeit die richtige Richtung einzuschlagen, erarbeitete die Raiffeisen Bankengruppe Vorarlberg in den vergangenen Jahren gemeinsam ein Strategiepapier Im engen Zusammenspiel zwischen den Raiffeisenbanken und der Raiffeisenlandesbank sowie dem Austausch mit externen Partnern wurde über Monate hinweg ein zukunftstauglicher Weg für die größte Bankengruppe Vorarlbergs entwickelt. Seine Zielsetzung ist dabei eindeutig: Wir bleiben breit aufgestellt die Bank für alle Vorarlberger. Wir sind in der Nähe, wann immer wir unsere Kunden mit Dienstleistungen und attraktiven Angeboten unterstützen können. Wir sind erreichbar durch Bankstellen und die Möglichkeiten moderner Technologien.

Als genossenschaftliche Banken bleiben wir der verlässliche Partner von Initiativen, Vereinen und Projekten unserer Region. Die Raiffeisenlandesbank bringt die gemeinsame Strategie selbst mit auf Spur und wird ihre Rolle als Geschäftsbank heimischer Unternehmen und der Kunden der Raiffeisenbank in Bregenz, als Dienstleistungsbank der Raiffeisenbanken und des Revisionsverbands sowie als Arbeitgeber weiter optimieren. Die Chancen der Verbindungen im Sektor innerhalb Vorarlbergs und Österreichs werden dabei in Zukunft noch stärker genutzt. 2015 war wirtschaftlich ein gutes Jahr für die RLB Vorarlberg. Trotz des widrigen Umfelds konnte das erwartete operative Geschäftsergebnis übertroffen werden. Als beständiger Finanz- und Beratungspartner von Privaten und Unternehmen waren wir Ermöglicher zahlreicher Projekte. Hinzu kommt ein außerordentliches Ergebnis aus einem innersektoralen Verkauf. Das Risikoergebnis des vergangenen Jahres war wie vorkalkuliert.

Im Bereich des Kostenmanagements vermochte die RLB ebenso positive Ergebnisse zu erreichen, da die eingeplanten Ausgaben gehalten werden konnten. Auch die Kapitalsituation ist zufriedenstellend und übersteigt alle gesetzlichen Vorgaben. Obwohl mit Blick auf den EU-Bankenabwicklungsfonds, die Bankenabgabe, Einlagenfonds, die Verwaltung und Umsetzung der regulatorischen Maßnahmen und weitere Belastungen derzeit einer Regionalbank kostenseitig starker Wind entgegenpeitscht, steht die Raiffeisenlandesbank Vorarlberg auf gesundem wirtschaftlichem Boden. Es ist unser Anspruch, in der rasanten Bewegung unserer Zeit den besten Weg aufzudecken: für die Raiffeisenlandesbank Vorarlberg als Unternehmen und für Vorarlberg als Lebens- und Wirtschaftsraum. Mit der ausgearbeiteten Strategie der Raiffeisen Bankengruppe haben wir den richtigen Kurs eingeschlagen. Wenn die Gesellschaft von Geschwindigkeit geprägt ist, kann es Gutes bedeuten. Stimmen muss die Richtung.

 

Vorstandsvorsitzender Stellvertreter Dr. Johannes Ortner

Johannes Ortner

Vorstandsvorsitzender
Stellvertreter

 

Erfolg braucht Dialog.
Wir sind der Partner der Vorarlberger Wirtschaft. Leitbetriebe und eine Vielzahl mittlerer und kleiner Unternehmen sichern ökonomischen Fortschritt, Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft und damit Wohlstand in unserem Land. Zu diesem Erfolg beizutragen, ist unser klares Ziel. Auch im vergangenen Jahr konnten wir das erreichen, weil der permanente Austausch mit den Betrieben des Landes unsere Arbeit prägt – wir leben den Dialog erfolgreich. Die globale Wirtschaft kommt vielerorts nur langsam auf Touren und erlebt laufend Rückschläge. Geopolitische Unsicherheiten kommen dazu. Vorarlberg hat sich in diesem Umfeld gut geschlagen: Der schwache Euro und die anhaltend niedrigen Kreditzinsen lassen die exportorientierte heimische Wirtschaft gute Erträge einfahren. Sinnvolle Investitions- und Akquisitionsmöglichkeiten gilt es daher zu nutzen und die positive Entwicklung der regionalen Wirtschaft weiterzuschreiben. Als starke Regionalbank greifen wir den heimischen Unternehmen dabei unter die Arme.

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Wir unterstützen sie bei der Realisierung ihrer Projekte und begleiten sie durch ihre Vorhaben. Gegenseitigkeit bestimmt den Charakter dieser Verbindung. Die Raiffeisenlandesbank Vorarlberg ist für die heimischen Unternehmen ein Kompetenzzentrum, in dem höchstes Fachwissen und persönliches Engagement bereitstehen. Über persönliche Beziehungen und Dialog bringen wir das zu unseren Kunden. Unsere Kompetenz wächst dabei stetig durch den Austausch mit unseren Geschäftspartnern. Deren Vorhaben, deren Gedanken und Erfahrungen sind es, welche unser Know-how stärken. Raiffeisen versteht sich dabei als lernende Organisation mit dem Ohr bei den Menschen. Weil wir hinhören, können wir Lösungen für die Unternehmen unserer Region anbieten, die sie in ihrer Arbeit tatsächlich voranbringen. Genau diese Herangehensweise bestimmt auch den Strategieprozess der Raiffeisen Bankengruppe Vorarlberg und damit auch der Raiffeisenlandesbank: Wichtig ist, was am Markt geschieht. Unser Angebot richtet sich stets nach den Lösungen, welche unsere Partner zum Erfolg bringen. Mit der 2016 gestarteten Ausrollung unserer Strategie werden wir noch fokussierter als bisher diesen Leitsatz in die Tat umsetzen. Dass wir heute gut aufgestellt sind, stärkt uns dabei: 2015 konnten wir im Firmenkundenbereich quer durch alle Branchen Kundenbeziehungen vertiefen und Neugeschäfte starten. Durch den Gewinn von Neukunden in Vorarlberg und speziell im süddeutschen Raum konnten wir unsere Führungsposition stärken. Mit der Raiffeisenbank in Bregenz sind wir als kompetente und agile Geschäftsbank in der Landeshauptstadt und der Region positioniert. Auch in diesem Bereich kann die Gewinnung von Neukunden, im Besonderen im Bereich der freien Berufe, als Erfolg des vergangenen Jahres hervorgehoben werden.

Das Beteiligungs und Immobiliengeschäft verlief 2015 äußerst zufriedenstellend, da zentrale Beteiligungen in Vorarlberg Rekordergebnisse schreiben konnten. Für Investoren ist die Raiffeisenlandesbank deshalb trotz großer Vorbehalte gegenüber dem Bankenplatz Österreich attraktiv. Die starke Differenzierung und gleichzeitig gute Kapitalisierung haben uns 2015 – trotz allem – das Vertrauen regionaler und internationaler Investoren eingebracht. In den vergangenen zehn Jahren gelang es, das Volumen im Firmenkundengeschäft der RLB Vorarlberg zu verdreifachen, die Erträge zu versechsfachen. Standen vor einem Jahrzehnt noch weniger als zehn Prozent der Vorarlberger Großunternehmen in einer Kundenbeziehung mit uns, ist es heute mehr als die Hälfte. Diesen Erfolg gilt es auszubauen und der heimischen Wirtschaft auch in Zukunft als konstanter, innovativer und kompetenter Partner zur Seite zu stehen. Als regionale Genossenschaftsbank ist es unsere immanente Aufgabe, den Unternehmen das Rüstzeug zu ihrem Erfolg bereitzustellen. Im Dialog erreichen wir das Ziel.

 

Michael Alge

Michael Alge

Vorstand

 

Innovation braucht den Umweg.
Die Bankenbranche ist in Bewegung. Neue Ideen sind gefragt. Über deren Qualität entscheiden schlussendlich die Menschen, denn es reicht nicht aus, lediglich „neue“ Ideen zu präsentieren, entscheidend ist, ob sie dem Lebens- und Wirtschaftsraum Vorarlberg und seinen Menschen „weiterhelfen“. Weil die Raiffeisenlandesbank Vorarlberg diesen Gedanken der eigenen Arbeit zugrunde legt, suchen wir weder auf die Schnelle nach Lösungen, noch machen wir uns auf ausgetretenen Pfaden auf die Suche danach. Wir gehen hin zu den Menschen, runter von der Autobahn, hinein in die Dörfer – dort sind die tatsächlichen Bedürfnisse zu erkennen und sinnvolle Innovationen zu entwickeln. Die Bank in der Nähe verändert sich heute mehr denn je. Die Erreichbarkeit über das Web ergänzt immer stärker die Bank vor Ort. Unser Online-Banking-Angebot erweitern wir kontinuierlich – auch 2015 konnten wir damit den Wünschen der Kunden noch besser nachkommen.

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Weitere Neuerungen werden folgen. Die Kosteneffizienz unserer IT wird auch durch die schrittweise Umsetzung des österreichweiten Projekts „Eine IT“ steigen. Mit dieser Vereinheitlichung des Kernbankensektors im Raiffeisensektor sind wir im vergangenen Jahr nach intensiven Vorarbeiten in die Zielgerade eingebogen. Das Projekt soll in der Raiffeisenlandesbank und bei den Vorarlberger Raiffeisenbanken in den nächsten Jahren einige Kosteneinsparungen ermöglichen. Trotz widriger Rahmenbedingungen und kritischer globaler Geschehnisse ist die wirtschaftliche Situation hierzulande gut. Die generelle Risikolage war auch 2015 in unserem Kernmarkt Vorarlberg und Süddeutschland sehr ruhig, Ausfallsquoten waren gering. Insgesamt ist das Risikomanagement heute zunehmend durch Regulatorik bestimmt Nutzen stiftende Regeln, die Risiken noch besser beschränken, sind dabei in jeder Hinsicht zu befürworten. Wozu es nicht kommen darf, ist eine Flut von Vorschriften, die einen großen administrativen Aufwand verursachen, ohne entsprechenden Nutzen zu stiften.

Folge der momentan immens wachsenden regulatorischen Maßnahmen sind auch stark steigende Anforderungen an die Bankmitarbeiter. Als Raiffeisenlandesbank sehen wir eine wesentliche Aufgabe darin, den Raiffeisenbanken als Spezialist zur Verfügung zu stehen. Mit Angeboten der Stabsstelle „Compliance/AML“ und der Erarbeitung einer standardisierten Meldeplattform für die Raiffeisenbanken konnten wir dafür 2015 bereits einiges umsetzen. Mit diesen und weiteren Verbesserungen setzen wir das Strategieprogramm der RLB auch heuer Schritt für Schritt um, denn eine wesentliche Zielkomponente daraus ist es, den Vorarlberger Raiffeisenbanken als Servicecenter zur Seite zu stehen. Wachsende aufsichtsrechtliche Anforderungen, notwendige Spezialisierungen, Kostendruck, die Zins- und Wettbewerbssituation sowie nicht zuletzt Veränderungen des Kundenverhaltens unterstreichen die Dringlichkeit, innovative Wege einer Zusammenarbeit zu finden und manche Aufgaben Mit.Einander zu bewältigen. Um auch in Zukunft optimale Lösungen für unsere Kunden bereitstellen zu können, gehen wir in der eigenen Organisation und der Zusammenarbeit innerhalb des Raiffeisensektors neue Wege: Ein lebendiger Austausch und interdisziplinäre Teamarbeit sind hierfür prägend. Dabei profitieren wir auch von der Nutzung innovativer Technologien, wie eines Collaboration Tools, einer Plattform für moderne Unternehmenskommunikation. Ob mit dem Ohr bei den Menschen oder der Vernetzung untereinander, unsere operative Tätigkeit zielt immer darauf ab, vom sicheren wirtschaftlichen Boden ausgehend den gesunden Ausgleich zwischen Risiko und Chance zu schaffen und damit den Lebens- und Wirtschaftsraum Vorarlberg aktiv mitzugestalten. Dieses Ziel ist jeden Umweg wert.

 

Jürgen Kessler

Jürgen Kessler

Leiter des Revisionsverbands der RLBV

 

Kooperation braucht Struktur.
Die Kraft des gemeinsamen Tuns bringt Vorarlberg und seine Menschen weiter „Teamarbeit statt Einzelkämpfer“ heißt die Devise. Diesem bedingungslos genossenschaftlichen Gedanken geben wir Platz. Zentral ist es dabei, nicht blindlings dem Kollektiv zu vertrauen, sondern die Zusammenarbeit in sinnvolle Bahnen zu lenken und die Eigeninitiative innerhalb der Gemeinschaft zu stärken. Durch die Betreuung neuer und bestehender Genossenschaften konnten wir dieses Vorhaben auch 2015 umsetzen und den genossenschaftlichen Gedanken in Vorarlberg forttragen. Zusammenarbeit sinnvoll zu gestalten, bedeutet auch, die eigene Organisation permanent auf den Prüfstand zu stellen. Ausgehend von den Bedürfnissen der Menschen am Markt folgen wir mit der Ausarbeitung und Umsetzung der Strategie 2025 punktgenau diesem Vorsatz: Der Revisionsverband der RLBV stellt sich ab 2016 als schlanke, reine Prüfungsabteilung neu auf. Allfällige Interessenskonflikte werden damit von vornherein vermieden. Zusätzlich wird innerhalb der Raiffeisenlandesbank ein neuer Dienstleistungsbereich, die Anwaltschaft, eingerichtet, die allen Genossenschaften als breit aufgestelltes Kompetenzzentrum zur Verfügung steht. Damit reicht der Service über den Bankensektor hinaus und bedient Genossenschaften aller Bereiche.

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Zur strategischen Neuausrichtung gehört es auch, Synergieeffekte durch die stärkere Zusammenarbeit mit anderen österreichischen Revisionsverbänden zu nutzen, insbesondere die vermehrten Verbindungen mit dem Raiffeisenverband Oberösterreich. Personell hat der Aufsichtsrat beschlossen, der Generalversammlung Prok. Mag. Gert Fenkart als neuen Leiter des Revisionsverbands der RLBV vorzuschlagen. Der zertifizierte Revisor und Bankprüfer ist seit 25 Jahren im Revisionsverband der RLBV beschäftigt und vertritt diesen in zahlreichen bundesweiten Gremien. Der Einsatz des Revisionsverbands der RLBV war auch 2015 von einer Flut an Regulatorien bestimmt, die große Ressourcen im Haus gebunden haben. Die Erstellung der Sanierungspläne gemäß BaSAG, die Umsetzung einer neuen Liquiditätsmanagementvereinbarung für die Vorarlberger Raiffeisenbanken sowie die Beantragung des Liquiditäts-Waiver für das Landes-IPS waren große Projekte des vergangenen Jahres. Außerdem werden derzeit im Rahmen der Servicierung unserer Kunden die Satzungen der RLB, die Mustersatzungen der Raiffeisenbanken, die Satzungen aller Vorarlberger Raiffeisen Sicherungseinrichtungen sowie alle diesbezüglichen Geschäftsordnungen und Verträge überarbeitet. Alle vom Revisionsverband der RLBV durchgeführten Prüfungen des abgelaufenen Jahres zeigten durchwegs zufriedenstellende Ergebnisse, weshalb keine wesentlichen Beanstandungen bekundet werden mussten. Ein starkes Zeichen der erfolgreichen Arbeit als Strukturbildner ist die Neugründung der CARUSO Carsharing eGen. Bei dieser Genossenschaft steht der nachhaltige und sinnvolle Umgang mit knappen Ressourcen im Mittelpunkt, der die Menschen in ihrer Mobilität zugleich auch noch Geld sparen lässt.

Erfreulicherweise entschied sich 2015 außerdem die Brauerei Frastanz eGen dazu, Mitglied im Revisionsverband der RLBV zu werden. Überdies konnten wir uns durch kompetente Beratung als Partner aller unserer Mitglieder beweisen. Die positiven Ergebnisse der Zusammenarbeit der Menschen in Vorarlberg sind vielseitig. Die Zielrichtung unserer Arbeit als Revisionsverband der RLBV ist dabei klar: Es gilt, Struktur in die Kooperationen zu bringen und damit den Weg zu nachhaltig erfolgreichen Projekten zu ebnen.

 

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Dipl. Vw. Dr. Walter Hörburger

Vorsitzender des Aufsichtsrats

 Die heimischen Raiffeisenbanken sind die regionalen Genossenschaftsbanken für alle Vorarlberger. Ihr Ziel ist vielfältig und doch auf den Punkt zu bringen: Sie sind der kompetente und praktische Finanzdienstleister der Unternehmen und Privaten, deren persönlicher Berater und Mitgestalter der Region. Um den eigenen Ansprüchen nachzukommen, braucht es den Einsatz der Funktionäre und Mitarbeitenden, die ständige Aktualisierung des eigenen Angebots sowie ein politisches und wirtschaftliches Umfeld, das die unternehmerische Entfaltung erlaubt.

 

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Des persönlichen Einsatzes der Raiffeisen Teams kann sich jeder sicher sein. Die Aktualisierung der eigenen Dienstleistungen wird in der Raiffeisen Bankengruppe im Besonderen durch die 2016 umzusetzende Strategie erfüllt. Bleibt das Umfeld als größte Schwierigkeit: Die Konjunktur in Europa und der Welt kommt nur verhalten in die Gänge. Zurückhaltende Investitionen sind Ergebnis dessen und Ursache dafür zugleich. Vorarlberg vermag sich von dieser Entwicklung nicht zur Gänze fernzuhalten, kann jedoch auf vergleichsweise positive wirtschaftliche Kennzahlen verweisen. Wesentlich größere Steine werden der Arbeit solider Regionalbanken derzeit durch regulatorische Maßnahmen in den Weg gelegt: Sie bedeuten einen hohen Personal- und Ressourcenaufwand sowie exorbitante finanzielle Lasten. So war die RLB 2015 verpflichtet, für den einheitlichen Bankenabwicklungsmechanismus als zweite Säule der europäischen Bankenunion 2.033.000 Euro aufzubringen, die Raiffeisen Bankengruppe Vorarlberg weitere 436.000 Euro. Noch bevor die Raiffeisenlandesbank letztes Jahr einen Euro verdient hatte, musste sie eine Bankenabgabe von über 6 Millionen Euro abgeben.

Hinzu kommt noch die Aufsichtsgebühr für die Europäische Zentralbank als weitere Abgabe an die Regulatorik. Diskussionen um die europäische Einlagensicherung werden derzeit geführt und lassen weitere Bürden befürchten. Was bei derlei Maßnahmen oftmals fehlt, ist das vernünftige Augenmaß: Regulierungen, welche Banken verbessern, sind absolut zu befürworten. Doch es kann nicht das Ziel sein, gegen das Wirtschaften solider genossenschaftlicher Regionalbanken zu arbeiten. Mit der im heurigen Jahr ausgerollten Strategie hat Raiffeisen einen Zukunftsplan in der Hand, der auf solche Situationen und weitere Entwicklungen am Markt Rücksicht nimmt. 2016 gilt es, die Strategie Schritt für Schritt umzusetzen. Die Chancen, die sich den heimischen Raiffeisenbanken als digitale Regionalbanken bieten, sollen erkannt und genutzt werden: Mit dem Know-how, wie es nur eine Bank der Region hat, kann Raiffeisen persönlich und digital der Partner der Vorarlberger sein und ihnen in allen finanziellen Angelegenheiten kompetent und praktisch zur Seite stehen. Wenn die dafür gebotenen Möglichkeiten ergriffen werden, kann Raiffeisen optimistisch nach vorne gehen. Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat haben in ihren Sitzungen vom 14.04.2016 den Jahresabschluss der RLB Vorarlberg per 31.12.2015 samt Anhang und Lagebericht sowie den Revisionsbericht ausführlich behandelt. Der Aufsichtsrat stimmte der vom Vorstand vorgeschlagenen Gewinnverwendung zu. An beiden Sitzungen nahmen der Vertreter des gesetzlichen Bankprüfers des Österreichischen Raiffeisenverbands und die Staatskommissärin Mag. Ines Wriesnig teil.

Der gesetzliche Bankprüfer kontrollierte den Jahresabschluss und den Lagebericht für 2015. Aufgrund der Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften wurde die Begutachtung mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Vorstand und der Leiter des Revisionsverbands der RLB informierten den Aufsichtsrat in acht stattgefundenen Aufsichtsratssitzungen ausführlich über die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens. Außerdem erhielt er detaillierte Informationen über bedeutende Geschäftsfälle, den Geschäftsverlauf verschiedener Fachabteilungen, wesentliche Risikolagen und das Risikomanagement sowie eine vierteljährliche Ertragsvorschau. Dabei wurden dem Aufsichtsrat alle Geschäftsfälle vorgelegt, in denen nach dem Bankwesengesetz, der Satzung oder den Geschäftsordnungen die Zustimmung des Aufsichtsrates erforderlich ist. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates kam im Berichtszeitraum zwei Mal zusammen und hat die ihm vom Gesetz übertragenen Aufgaben zur Gänze erfüllt. An jeder seiner Sitzungen nahm die vom Bundesministerium für Finanzen bestellte Staatskommissärin oder deren Stellvertreter teil. Die Innenrevision erstattete gemäß § 42 Abs. 3 BWG quartalsweise einen schriftlichen Bericht an den Vorsitzenden des Aufsichtsrates und an die Mitglieder des Prüfungsausschusses. Dabei gab es keine Prüfungsfeststellungen, die ein Einschreiten des Aufsichtsrates notwendig gemacht hätten. Dr. Günther Dapunt ist bei der Generalversammlung der RLB am 27.04.2015 auf eigenen Wunsch aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Für sein sechsjähriges außerordentliches Engagement ist ihm der gesamte Aufsichtsrat mit Dank verbunden. Neu in den Aufsichtsrat wurden Dipl.-Vw. Florian Widmer und DI Andreas Dorner gewählt. Nach zehn Jahren im Vorstand der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg übernahm Dr. Johannes Ortner mit 01.04.2016 den Vorstandsvorsitz in der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG.

Der Aufsichtsrat bedankt sich für sein großes Engagement und wünscht ihm für die kommenden Herausforderungen innerhalb des Raiffeisensektors viel Erfolg. Aufgrund seines Ausscheidens kommt es mit den Beschlüssen der diesjährigen Generalversammlung zu einer neuen Zusammensetzung und Aufgabenverteilung im Vorstand der RLB Vorarlberg. 2016 wird eine unruhige Zeit bleiben: Flüchtlingsbewegungen, schwindende Solidarität in der Politik Europas und der diskutierte Brexit sind dabei externe Faktoren. Und auch Raiffeisen selbst wird im heurigen Jahr strategische Veränderungen setzen. Das Wissen, sich hierbei auf die hervorragende Arbeit des Vorstands, der Mitglieder, der erweiterten Geschäftsleitung, der Führungskräfte und aller Mitarbeitenden verlassen zu können, motiviert auf dem Weg in die Zukunft. Dass er erfolgreich sein wird, fußt zuallererst auf dem Vertrauen, das der Raiffeisenlandesbank entgegengebracht wird: So schafft die gelebte Zusammenarbeit, welche die Vorarlberger Raiffeisenbanken und die RLB Mit.Einander verbindet, den fruchtbaren Boden für die gemeinsame, nachhaltig vielversprechende Entwicklung im Sektor. Positives kann darauf schlussendlich wachsen, weil die Raiffeisenlandesbank und die Raiffeisenbank in Bregenz der verlässliche Partner von Privaten und Unternehmen der Region sein dürfen. Ihnen gebührt der Dank des Aufsichtsrates.